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Blogbeiträge / Popup

Pop-up Rad-Café?

Nachdem ich jetzt meine Gedanken zu einem Rad-Café in Oldenburg geteilt habe, gab es eine Menge gute Resonanz. Und ich habe direkt angefangen, konkret zu werden und den entsprechenden Beitrag und die länger werdende Liste von Themen und Ansprechpartnern sogar mehrfach aktualisiert. Ich bin ja ein ungeduldiger Typ und habe schon begonnen Gespräche zu führen und mögliche Ansatzpunkte zu finden. Auch weil es aus den Rückmeldungen bereits sehr konkrete Ansätze gab. Ich kann mir gut vorstellen, die Interessierten recht kurzfristig in ein prototypisches Rad-Café einzuladen, Aktionen auszuprobieren und die weitere Entwicklung zu diskutieren. Neben zum Beispiel Fahrrad-Workshops speziell für Frauen, denke ich dabei an Fotoausstellungen, Filmabende, Musik und zum Beispiel Radreiseberichte.

Pop-up als Methode

Pop-up bedeutet im Grunde nichts anderes, als Dinge schnell und unkompliziert umzusetzen und auszuprobieren. Im Bereich Radverkehr verbindet man das Thema vor allen Dingen auch mit temporärer Infrastruktur, wie sie im Zuge der Corona-Pandemie unter anderem in Berlin und Budapest entstanden ist. Bezogen auf Veranstaltungen und Formate handelt es sich um so etwas wie einfache Prototypen, deren Ausprägung und Umsetzung möglichst schon nahe an der späteren, ggf. dauerhaften Gestaltung sind. Die Idee eines Rad-Cafés so wie es mir vorschwebt, hängt neben dem Raum auch an Inhalten und dem Netzwerk vor Ort. Insofern ist es nur konsequent, das Netzwerk möglichst schnell zusammen zu holen und dafür vorübergehend einen Raum zu finden und zu gestalten.

Fahrspuren zu Radstreifen: hier in Budapest wird mit einfachen Mitteln Verkehrsraum umverteilt. In Berlin wurden beispielsweise zusätzlich Baken als Schutz (Stichwort: Protected Bikelane) aufgestellt

Rad-Café Prototyp

Neben dem Raum und dessen Gestaltung, sollte ein geeigneter Prototyp auch bereits Elemente der Umsetzungsphase enthalten. Dazu habe ich schon verschiedene Ideen erhalten, die meine eigenen Gedanken ergänzen. Und es wurde viel Bereitschaft zum Mitwirken auf verschiedenen Kanälen geäußert. Folgende Punkte habe ich auf dem Schirm, fällt Euch noch was ein? Am besten Aktionen bei denen Rückschlüsse auch für die Zukunft möglich sind?
– Fahrrad-Workshops für Frauen
– Fotoausstellungen
– Einen Filmabend
– Live/Akustik-Musik
– Fahrradaustellung/Flohmarkt/Verkauf
– Radreiseberichte aus dem Netzwerk vor Ort
Und natürlich Treffen bei Kaffee und Kuchen, lockere Gespräche, Essen, Technik-Talk und Nicht-Technik-Austausch. Möglich wären auch Aktionen mit (nachhaltigen) Klamotten, Siebdruck oder Medien und Videoproduktion?

Veranstaltungsprototyp Innovation Cycle in Oldenburg letzten Sommer

Bike-Lab first?

Im Moment mag ich vor allen Dingen die Fülle an Rückmeldungen und die Intensität, die damit einhergeht. Mich erreichen viele Nachrichten und Ideen. Sie reichen von einfachen und handfesten Beiträgen wie „Waffeln backen“, bis hin zu validen, wirtschaftlichen und betrieblichen Hinweisen. Oder einfach Begeisterung für die Idee.

>> Ich finde das Bike-Lab auch interessant aber ich denke im Mittelpunkt müsste schon sowas alltägliches wie ein Café stehen. Also Workshops etc. finden ein paar Leute immer cool aber das catcht natürlich nicht alle. Und jeder Workshop ist cooler wenn der Ort an sich auch Kultpotenzial hat <<

>> Hallo Frank, ich habe Dein Posting auch gelesen. Schöne Idee. Aber Du solltest vorab prüfen, ob Du ein in dem Bereich einen Handwerksmeister benötigst oder überhaupt möglich ist – oder hast Du eine Ausbildung in dem Bereich. <<

>> Ganz wichtig: gUG ist eine gute Möglichkeit, Gemeinnutz, Haftungsbeschränkung und Wirtschaftlichkeit unter eine Decke zu bekommen. Nicht ‚oder‘ „Gemeinnützigkeit, Verein oder Unternehmergesellschaft (UG)“, sondern ‚und’… <<

>> Bitte bei der UG aber an die Thesaurieringspflicht denken. Ob sich das rechnet, weiß ich nicht. <<

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Ich habe heute erneut vor Ort mit verschiedenen Menschen gesprochen und sogar (eher zufällig) geeignete Räume und weitere Kooperationskandidaten gefunden. Und zwar sowohl für kurzfristige Prototypen-Tage, als auch ggf. für etwas längerfristige Planungen. Stay tuned.

Edit: am Morgen kurz vor dem Aufwachen kam mir eine Idee (ich denke ohnehin die ganze Zeit an nichts anderes). Man könnte das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit etwas anzuschieben, dabei Geld auszugeben, in Zukunft Geld einzunehmen und zum Beispiel in Hinblick auf Genehmigungen und Konzessionen durch einen (gemeinnützigen) Verein lösen. Das Rad-Café wäre dann so etwas wie das „Vereinsheim“ und Ausschank usw. würden an Mitglieder und Gäste erfolgen. Motorradclubs machen das so und ich habe im Zuge der Verstetigung des Barcamp Dangast schon einmal über die Gründung eines Vereins nachgedacht.

Du willst wissen, wie es weiter geht? Folge mir unauffällig.

Ihm Rahmen des Innovation Cycle 2020 haben wir auch Movable Space am Hafen besucht. Heute haben wir über einen möglichen Prototypen zum Rad-Café an einigen aufeinander folgenden Wochenenden am Oldenburger Hafen gesprochen.