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Blogbeiträge

Das Barcamp Dangast atmet

Einatmen, ausatmen. Nach zwei Jahren Pause, gab es wieder ein Barcamp in Dangast. Es war die vierte Auflage hier am Nordseestrand und mit weniger als 20 Teilnehmenden deutlich kleiner als in den Jahren zuvor. Bis zu 80 Menschen hat das offenen Barcamp an jeweils zwei Tagen 2017 bis 2019 zum Mitmachen angelockt. Jetzt also alles ein bisschen kleiner und feiner, an nur einem Tag, aber – wie sich zeigen sollte – mit nicht weniger Begeisterung und Spaß. Und wie immer mit einer bunten Mischung von Menschen und Themen. Keine Viertelstunde hat es gedauert, da stand die Tagesordnung für den Tag. Mit dem krönenden Abschluss, der obligatorischen Schwimmsession im Jadebusen.

Kleinstes Barcamp der Welt

In einer Welt voller Superlative, scheint es wenig erstrebenswert zu sein, klein zu sein. Dass aber ein Barcamp mit nur 16 Menschen funktionieren kann, ist auf jeden Fall bemerkenswert. Denn im Grunde ist ein Barcamp eine Großgruppenveranstaltung, die theoretisch ab 30 Personen erfolgversprechend ist. Doch das Barcamp Dangast ist anders und beweist auch dieses Mal, dass man das Unmögliche möglich machen kann. Innerhalb kürzester Zeit, stehen die Themen für den Tag. Und anstatt sich auf zwei oder drei Räume aufzuteilen, machen alle zusammen in einem Raum dieselbe Erfahrung. Draußen treibt der Sturm den Regen gegen die Scheiben. Drinnen geht es neben Coaching und Transformation um die aktuelle Energiesituation, Speicher und Monitoring Apps. Unter anderem stellt die Autorin Vanessa Giese die Hauptfigur ihres Romans vor – die Flugpionierin und Unternehmerin Käthe Paulus hatte unter anderem einst den Fallschirm neu erfunden.

Kein Barcamp Blues

Dass das Barcamp in Dangast so klein blieb, ist kein Zufall oder Unvermögen. Eine kleine Gruppe Interessierter hatte sich während der Corona-Jahre jeweils mit der Frage beschäftigt ob und wenn ja wie, ein Barcamp am Jadebusen stattfinden könnte. Oft war die Unsicherheit hinsichtlich der jeweils aktuellen Infektionslage so groß, dass man sich gegen eine langfristig vorbereitete Durchführung entschied bzw. 2020 und 2021 komplett davon absah. 2022 wurde so das Jahr, in dem man aus diesem Kreis heraus und mit verbliebenen Unsicherheiten eine kleine Zusammenkunft plante. Ohne dafür die große Werbetrommel anzuschmeissen, ohne Sponsor oder nennenswerten administrativen Aufwand. Alles, was es für das Barcamp in Dangast 2022 brauchte, passte in zwei kleine Transportboxen und die Rucksäcke der Teilnehmenden. Kaffeemaschine, Wasserkocher, Butterbrote, Obst und Kekse. Ein Instant-Barcamp, wenn man so will. Kein großer Bahnhof, sondern ein kleiner Atemzug. Ankommen, Durchatmen.

#bcDAN lebt

Ich bin froh, dass wir es genau so gemacht haben. Ein Tag im kleinen, familiären Kreis. Mit der Barcamp Dangast Familie. Ein Lebenszeichen, ein Test und vielleicht so etwas wie ein Zwischenstopp. Ich selbst, habe viel gelernt. Nicht nur während der Sessions und dass so ein kleines Barcamp funktionieren kann, sondern vor allen Dingen auch über mich selbst. Ich mag es, neue Dinge anzustoßen, mit Leben zu füllen und am Leben zu erhalten. Fahrradtage, Bike-Poloturnier, Kommunaldialoge, Gartenkonzerte und vieles andere mehr. Und ich erkenne, dass es gut tut darauf zu achten, dass nicht immer alles größer und ausladender werden muss. Sondern das man auf die eigene innere Stimme und die Stimmen von außen hören darf, anerkennt das Initiativen ihre Zeit haben, schrumpfen können und sich verändern dürfen. Ich weiß noch nicht, was im nächsten Jahr sein wird. Und das ist völlig in Ordnung so.

Die liebe Nessy geht baden

Weil es immer wieder schön und lesenswert ist, was Vanessa schreibt, gibt’s hier ihren Blogartikel zum Barcamp von ihr.